Wirtschaftsgipfel in München

Caravaning-Industrie fordert bessere Rahmenbedingungen für Wachstum
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Anlässlich des heutigen Spitzengesprächs der Deutschen Wirtschaft in München fordert der Caravaning Industrie Verband (CIVD), die wirtschaftliche Bedeutung des Caravaning- und Campingsektors stärker in der wirtschaftspolitischen Debatte zu berücksichtigen. Während Politik und Wirtschaft über Wege aus der Wachstumsschwäche diskutieren, verweist die Branche auf ihre Rolle als stabiler Wachstumstreiber für Mittelstand, Tourismus und regionale Wertschöpfung.

Mit 14,1 Milliarden Euro Industrieumsatz, rund 25.000 Arbeitsplätzen in Produktion und Entwicklung sowie 20,8 Milliarden Euro touristischen Gesamtausgaben im Tourismussektor zählt Caravaning heute zu den bedeutenden Wirtschaftsfaktoren im Deutschlandtourismus. Entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von Fahrzeugbau über Handel und Zulieferer bis hin zu Gastronomie, Einzelhandel und regionalen Dienstleistern – profitieren zahlreiche mittelständische Betriebe von der Entwicklung des Sektors.

Auch touristisch bleibt der Trend eindeutig. CIVD-Geschäftsführer Daniel Onggowinarso erklärt: „Camping und Caravaning festigen ihre Rolle als Wachstumsmotor des deutschen Tourismus: Mit einem bundesweiten Übernachtungsplus von über 4 Prozent setzt sich das Segment deutlich von der stagnierenden Hotellerie ab. Besonders Nordrhein-Westfalen glänzt dabei als dynamischer Spitzenreiter mit zweistelligen Zuwachsraten von über 13 Prozent.“

Gerade für ländliche und strukturschwächere Regionen erweist sich Caravaning als wirtschaftlicher Impulsgeber. Urlauber mit Caravan oder Reisemobil schaffen Kaufkraft vor Ort, stärken lokale Betriebe und tragen zur Stabilisierung touristischer Nachfrage im Inland bei.

Damit dieses Wachstum nicht ausgebremst wird, sieht der CIVD politischen Handlungsbedarf. Vor allem beim Ausbau der Stellplatzinfrastruktur müsse Deutschland mit dem stark wachsenden Bestand an Freizeitfahrzeugen Schritt halten. Gleichzeitig brauche es schnellere und unbürokratischere Genehmigungsverfahren sowie bessere Investitionsbedingungen für Kommunen und private Betreiber. Auch verkehrspolitische Regelungen für Freizeitfahrzeuge sollten praxisnah weiterentwickelt werden.

„Caravaning verbindet Industrieproduktion, Mittelstand und Tourismus zu einem leistungsfähigen wirtschaftlichen Ökosystem“, so Daniel Onggowinarso. „Wenn Deutschland über neue Wachstumsimpulse spricht, sollte auch dieser Sektor stärker in den Fokus rücken. Wir laden den Bundeskanzler herzlich ein, sich selbst ein Bild von der wirtschaftlichen Stärke unserer Branche zu machen.“

Caravaning Industrie Verband e. V. (CIVD)
Der Caravaning Industrie Verband ist die Interessenvertretung des industriellen Zweigs der deutschen Caravaningbranche. Zu seinen Mitgliedern zählen neben deutschen und europäischen Herstellern von Caravans und Reisemobilen auch zahlreiche Unternehmen der Zulieferindustrie, Dienstleister sowie öffentliche Institutionen und Verbände. Der 1962 gegründete Verband vertritt alle Belange der deutschen Caravaningindustrie gegenüber der nationalen und europäischen Politik und ihren Behörden und Institutionen. Darüber hinaus ist der CIVD ideeller Träger der weltweit größten Messe für Freizeitfahrzeuge – dem CARAVAN SALON – und sorgt damit für wichtige Impulse für die Caravaningbranche in Europa.



Quelle: ots
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